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12. Oktober 2009 | Lisa

An Education

Gehören Sie zu den Leuten, die erstmal einen Film anschauen und danach das dazu gehörige Buch lesen? Weil Sie nur so sicher seine können, dass Sie keine Zeit verschwenden (zwei Stunden Kinozeit gegen in diesem Fall geschätzte sechs bis acht Stunden Lesedauer). Oder eher umgekehrt? Ich gehöre zu der Gruppe, die auf ein Buch aufmerksam wird, weil der dazu gehörige Film in einem Magazin ihresVertrauens besprochen wird. So geschehen bei “An Education” von Lynn Barber, ein autobiographischer Lebensabschnitt, der soeben mit der bezaubernden Carey Mulligan verfilmt wurde. Es handelt von einem Mädchen, desse Erwachsenwerden von der Beziehung zu einem sehr viel älteren Lebemann relativ an Beschleunigung zulegt. Das Buch,  mit seiner befremdenden Lolita-Moral, mit seiner “Bonjour Tristesse”-Allure, mit dieser britischen Why-Not-Attitude verstört und gefällt, macht Spass und ärgert, teilweise im Tempo einer einzelnen Seite. Lesen Sie es doch ausnahmesweise, bevor Sie in den Film gehen. Oder, ach was, schauen Sie erst den Film und lesen Sie das Buch danach, macht eigentlich noch mehr Spass. Geht bei mir nur nicht mehr, weil der Film ja noch gar nicht im Kino ist!! Anyway: das Buch lohnt den zeitlichen Aufwand von geschätzten sechs Stunden Lesedauer, really!

 

Leseprobe, “An Education” bon Lynn Barber, Seite 39

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