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19. Januar 2010 | Lisa

Madonna

Es ist nicht leicht, der Bruder von Madonna zu sein. Oder der Lover. Oder die Tochter. Oder der Ex-Lover. Verwandt sein mit jemandem oder eng verbunden, der einer ganzen Welt gehört, macht einen klein, demütig, arrogant, verrückt oder alles zusammen. Christopher Ciccone ist nicht nur der ältere Bruder des grössten weiblichen Popstars aller Zeiten, sondern darüber hinaus: ihr Choreograf, Tanzpartner, Tourkoordinator, Saufkumpan, Best Friend, Worst Enemy. Das liess ihn höher aufsteigen in ihrem Olymp, co-prominent werden, zwischendurch Madonnas Genialität und den damit verbundenen Marktwert mit der eigenen verwechseln. Doch alle familiäre Verbundenheit schützte ihn nicht vor dem tiefen Fall, von dem bisher in Madonnas Leben nur ihre Kinder verschont blieben – jeder andere wurde irgendwann aufgegeben, egal, wie intim die Beziehung bis dahin war. Wir erfahren in diesem “New York Times-Bestseller mehr über die ehrgeizige, getriebene, rücksichtslose und unermüdliche Künstlerin als irgendwo sonst, immer sind die detaillierten Schilderungen komplett gefärbt. Aber was solls. Wann immer die beleidigte Tunte in Christopher Ciccone die Oberhand gewinnt (zur Zeit der Buchveröffentlichung ist er total überworfen mit seiner Schwester, schuld daran sei der Schwulenhasser Guy Ritchie), lässt sich das als objektiver Leser rasch ausblenden – die Fakten sprechen ausreichend und nicht zu leise.

 

Leseprobe “Life with My Sister Madonna” von Christopher Ciccone und Wendy Leigh, Seite 186/187, doppelklicken Sie zur Lektüre

 

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