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1. Februar 2010 | Lisa

My Side - die Autobiographie von Ruth Gordon

Erinnern Sie sich noch an die schrullige alte Dame aus “Harold and Maude“? Oder die böse Nachbarin von Mia Farrow in “Rosemary’s Baby”? Wenn nicht, haben Sie diese beiden bemerkenswerten Filme der späten Sechzigerjahre nicht gesehen (unbedingt nachholen, gibts in jeder anständigen Mediathek). Anders ist es nämlich nicht möglich, Ruth Gordon zu vergessen. Die kleine grosse Schauspielerin, die es noch im hohen Alter schaffte, eine Folge “Columbo” in ein Ereignis zu verwandeln, hat ihre fabelhafte, wenn manchmal auch etwas überbordende Biographie “My Side”  in einem höchst bemerkenswerten Stil selbst verfasst. Mitte der Siebzigerjahre war das, als sie nach einem langen, fleissigen Darsteller-Leben am Ende mit echtem Kultstatus belohnt wurde. Von Regisseuren wie Roman Polanski oder Hal Ashby gebucht, von Produzenten wie Robert Evans verehrt, galt sie plötzlich als modern - ähnlich wie etwa Ivan Desny oder Barbara Valentin von Rainer Werner Fassbinder noch einmal zum Leinwand-Leben erweckt wurden. Lesenswert ist deswegen nicht das ganze Buch - wohl aber Passagen, die man sich ganz nach dem eigenen Geschmack auswählt: Ruth Gordon hat schliesslich zu einigen Epochen Film - und Theatergeschichte beigetragen!

 

Leseprobe: “My Side - The Autobiography of Ruth Gordon”, Seite 54 (doppelklicken Sie zur Lektüre)

 

 

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