Sie benötigen FlashPlayer 9 oder höher, um diese Inhalte.

Get Adobe Flash player

10. März 2010 | Martina

Runter mit der Schneedecke, rauf mit den Temperaturen!

Mal was zum aktuellen Wetter. Ganz grundsätzlich finde ich ja, dass eine anständige Jahreszeit weiss, wann sie sich zu verabschieden hat. Dieser Winter benimmt sich hingegen wie der letzte Partygast, der sich lallend an den zimmerwarmen Rest Rotwein klammert, zum hundertsten Mal unter Tränen schwört, seine Verflossene nie betrogen zu haben, während draussen in der Morgendämmerung bereits die Kehrichtabfuhr den Müll beseitigt. Und man selbst nur eins will: endlich ins warme Bett.

 Das hier war vor etwas mehr als einer Woche noch eine blühende Landschaft in der Grundfarbe grün. Lebendiges, saftiges Grasgrün. Darin eingesprenkelt erhellten unzählige Lebensgemeinschaften niedlicher kleiner Schneeglöckchen die Topographie, fröhlich reckten sie ihre weissen Köpfe der wärmenden Sonne entgegen und wiegten sich sanft in der Choreographie eines lauen Frühlingslüftchens. Bis sie letzten Samstag einfach plattgeschneit wurden.

 Doch nicht nur die Botanik leidet. Auch den Tieren schlägt die Rückkehr von Väterchen Frost und Frau Holle aufs Gemüt. Zum Beispiel diesen beiden jungen Rindern unseres Nachbarn, die vorletztes Wochenende noch das Kalb gemacht haben, also im übertragenen, nicht dem fortpflanzungstechnischen Sinne. Jetzt: absolut regungslos. Nix. Stieren dumpf vor sich hin.

 Der Beweis: Die selben Rinder, 30 Sekunden später. Nicht einen Millimeter haben die sich gerührt.

 Und wenn so nicht ein Rind aussieht, das kurz davor ist, sich etwas anzutun, dann weiss ich auch nicht.

 Schnee sorgt jedoch nicht nur für Tragödien in Flora und Fauna, er erhöht auch das Arbeitsrisiko. Es muss mit dem spontanen Abgang von Dachlawinen gerechnet werden …..

 … und mit dem plötzlichen Auftauchen von Eisflächen auf dem Pfötli-Gelände, die von zugkräftigen Hunden eiskalt zu ihrem Vorteil genutzt werden, und ganz allgemein den sicheren Gang zu Fall bringen. Weshalb festes Schuhwerk ein absolutes Must have der Wintersaison ist…

 … wie zum Beispiel dieses Modell “Derbie” aus der Pfötli-Winter-Kollektion “Elegant Yeti”,  hier präsentiert von der unteren Hälfte meiner Kollegin Irene.

 

 Rutschfestes Schuhwerk schützt allerdings nicht vor dieser Gefahr. Hier bereits durch Verpacken in spezielle Beutel entschärft und in unbeschneiten Jahreszeiten gut sichtbar, werden die Hinterlassenschaften unserer Hunde in den Aussengehegen zu Tretminen sobald der Winter seine Schneedecke über sie ausbreitet. Äusserst unangenehm. Vor allem, wenn die Rutschfestigkeit des Schuhwerks durch zahlreiche Lamellen und Rillen bewirkt wird, in denen …. Aber lassen wir das.

  Wenn dann die Schneedecke ausgebreitet ist, und die Aussengehege so aussehen, dann heissts: Auf zum Dauergassigehen. Denn unsere Jungs und Mädels fallen bei den arktischen Temperaturen in eine Art demonstrative Winterstarre und bleiben so lange hocken bis man das einfach nicht mehr mit ansehen mag und sie wieder rein holt. Oder eben spazieren geht. Mit einem nach der anderen und wieder von vorn. Bis die Bise einem die Nase absplittert. Oder die Leine einfriert, wie letztes Wochenende. Da musste ich ungelogen erst mal die steif gefrorene Schleppleine über der Heizung auftauen. Übrigens findet es auch Eisprinzessin Basca eher deprimierend, so alleine da draussen. Denn was ist schon eine Sängerin ohne Publikum … Verschwendetes Talent ….

 Es gibt eine Ausnahme, einen Allwetterhund quasi, einen, der sich von rein gar nix beeindrucken lässt, was mit Temperaturen zu tun hat: Paco. Ob ihm die Sonne auf den Pelz brät oder Schneeblindheit droht: der Kong verleiht jeder Jahreszeit Sinn. So er denn geworfen wird. Immer. Und immer. Wieder. Ungefähr dreihundertztweiundvierzig Mal hintereinander letzten Sonntag. Die Leine auf der Heizung war wieder staubtrocken, als Paco befand, dass mir ein kleines Päuschen jetzt mal ganz gut täte und mich durch den knöchelhohen Schnee - über die Leichen der Schneeglöckchen hinweg - wieder vom Platz schleppte.

Ach was wäre das doch nett, man könnte sich mit den Jungs und Mädels einfach mal wieder ins Gras hauen, rumtoben, ein wenig gemütlich abhängen miteinander, Fährten legen, die nach was anderem riechen als Bodenfrost. Basca hätte wieder Publikum, wir alle warme Füsse und die Welt bessere Laune. Klar, der Schnee von gestern ist der Matsch von morgen, aber da müssen wir halt durch auf dem Weg zum Frühling und dafür gibts ja dann die hier…

  …. aus der aktuellen Pfötli-Frühjahrskollektion “Landliebe”, Modell “Big Foot” (auch für die kräftige Wade und nur echt mit der Matsch-Applikation im Fersenbereich).

 Und Cäsar , dem stehen vor Vorfreude auf die erste Schlammorgie mit Napoleon und Josephine schon die Borsten senkrecht.

Frühling ist halt mehr als nur eine Jahreszeit, sondern ein Lebensgefühl, wenn nicht gar ein Menschenrecht, jawohl, und deshalb, verehrtes “Väterchen Frost”, wie wärs, Sie packen sich jetzt mal die Frau Holle, und verziehen sich die nächsten Monate dahin, wo sie wirklich gebraucht werden: in die schwindsüchtigen Gletscherregionen beispielsweise oder an und rund um den Nordpol, da schmelzen den Eisbären nämlich die Schollen weg. Dort gäbe es eine Menge Sinnvolleres zu tun als uns hier weiter auf den Wecker zu gehen. Und wenns denn bei uns Richtung Weihnachten geht, freuen wir uns sehr, wenn Sie uns wieder beehren. Bis dahin: Adieu, Farewell, Hasta la vista, baby!!

Kommentar