12. November 2009 |
Janine
Man muss seinen Geist füttern. Täglich. Mit Bildern, Bildern und nochmals Bildern. Ich habe während der Planungsphase sämtliche Wohnmagazine abonniert, am Feierabend im Internet gesurft, Bücher gekauft und am Samstag die Interieurgeschäfte heimgesucht. Ich war fast schon ein bisschen süchtig nach Küchenzeilen, Badewannen, Schranksystemen und Co. Zum Glück gab's einen vom Generalunternehmer vorgeschriebenen Abgabetermin, sonst wäre ich wahrscheinlich noch heute am Sammeln von Ideen. Von meinem Gatten war auch ein deutliches Aufatmen hörbar, als der ganze Spuk (aus seiner Sicht) vorbei war. Trotzdem: Mir haben all die Inspirationen geholfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn Hand aufs Herz: Jeder, der nicht gerade Innenarchitektur oder Architektur studiert hat, hat doch keine Ahnung, was es alles für Möglichkeiten gibt, eine Wohnung perfekt zu gestalten. Woher denn auch? Mein Tipp: Informieren Sie sich, wo auch immer Sie können, ziehen Sie sogar mal einen Innenarchitekten zu, wenn Sie unsicher sind. Es lohnt sich. Denn sind die Bodenplatten mal verlegt, kostet es nicht nur Nerven, sondern auch gutes Geld, wenn die ganze Sache dann doch nicht gefällt.
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26. Oktober 2009 |
Janine
Eine Vorstellung von meiner Wohnung sollten auch Sie haben, wenn ich schon ständig darüber schreibe. Deshalb ein paar Facts & Figures: Wir haben eine 5 1/2 Zimmer-Wohnung gekauft mit einer Wohnfläche von 160 m2, einem gedeckten Sitzplatz von 18.5 m2 und einem Garten von 100 m2. Da wir beide grosszügiges Wohnen mögen, keine Kinder haben, machten wir aus der 5 1/2 Zimmer-Wohnung eine 3 1/2 Zimmer-Wohnung - mit einem grossen Schlafen-Bad-Bereich, alles offen, ohne Türen - mit einem ebensolch grosszügigen Wohnen-Küche-Essbereich, ebenfalls alles offen - einen separten Gäste-WC mit Dusche, einem Büro/Gästezimmer und einem kleinen, separaten Wirtschaftsraum. Falls wir diese Wohnung einmal verkaufen möchten, ist die von uns kreierte, eher spezielle Raumaufteilung kein Problem: Mittels Leichtbauwänden kann der Grundriss ohne grosse Kosten wieder verändert werden, denn ein offenes Badezimmer ohne Tür entspricht sicher nicht jedermanns Gusto, auch wenn dies gerade modern ist. Und jetzt gibts zu den Facts & Figures noch Emotionen: Ich mag einfach moderne Wohnungen, kann überhaupt nichts mit Altbauwohnungen anfangen. Auch wenn Freunde von uns in herrlichen Altbau-Liegenschaften wohnen - ich möchte nicht tauschen. Mich faszinieren neue Technologien, beispielsweise Erdwärme statt Erdöl, clevere Belüftungssysteme, schalldichte Wände und Decken, neue Materialien, grosszügige Fenster, reduzierte Architektur, schlicht: die Moderne. Am liebsten würde ich mein Haus selber entwerfen, aber dafür würde ich Glück im Spiel brauchen, im Lotto nämlich.
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29. Juli 2009 |
Janine

Was ich sofort wusste, als ich auf der Wiese stand, auf der mal meine Wohnung stehen sollte, war, was ich für einen Boden wollte. Hell sollte er sein, aus Sandstein und grosszügig. Was ich nicht wollte, wusste ich auch: dunklen Parkett. Männer wollen immer dunklen Parkett. Frauen mögen helle Farben. Das ist mir jedenfalls irgendwann in meinem Leben aufgefallen. Ergo sollte ein Partner die Federführung beim Styling der Wohnung übernehmen, sonst lebt man am Schluss inmitten hässlicher Kompromisse. Ausser man gehört zu den wenigen Paaren, die aus 1000 Sofas, unabhängig voneinander, das gleiche Stück wählen. Und das sind wenige, behaupte ich. Aber jetzt bin ich abgeschweift. Zurück zu meinem Boden, der am Anfang aus einem Musterstück, im Format 60 x 60 cm, sandsteinfarben, bestand. Auf dieses grosszügige Format der Platte kam ich eigentlich per Zufall. Jobmässig war ich einige Wochen zuvor in Mailand zu Besuch bei den wichtigsten Möbelkunden. Ein Showroom eines Möbelherstellers war gefliest mit grossformatigen Platten - ich war begeistert! Schnell lieh ich mir ein Messband aus, mass die Platte und merkte mir das Format 60x60 (ich wusste nämlich bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, dass es solche grossen Platten gab). So kam es, dass ich wochenlang dieses unhandliche und schwere Stück Stein (siehe Bild) mit mir rumschleppte - von Handwerker zu Handwerker, von Hersteller zu Hersteller - und baute darauf meine Wohnung auf.
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28. Juli 2009 |
Janine

Mein Traumgarten voller Hortensien in Pink, Weiss und Blau! Doch spulen wir nun den Film zurück, als da nur 3 Dinge waren - eine grosse Wiese, eine Bodenplatte und ein kleines Musterstück meiner Küche. Spulen wir zurück, als alles begann: Mein Wohn-Abenteuer.
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